All posts by Andrea

Günstige Urlaubslektüre zum Download!

Sommerktion: Günstige E-Books als Urlaubslektüre!

Urlaubszeit ist natürlich (auch) Lesezeit. Deshalb haben wir uns eine Sonderaktion überlegt und bieten unseren LeserInnen 20 unserer schönsten E-Books bis zum Ende des Sommers zum günstigen Preis von 4,99 Euro an. Darunter zum Beispiel Leslie Larsons »Turbulenzen« (my all-time favorite), Astrid Wenkes von trockenem Humor geprägten Grundeinkommen-Roman Eine Milliarde für Süderlenau, Claudia Breitsprechers schöne Ost-West-(Love)Story Vor dem Morgen liegt die Nacht, Ivan Y. Coyotes bezaubernden Roman Als das Cello vom Himmel fiel, Bettina Isabel Rochas von heißer Leidenschaft geprägte Romane, die in Gran Canaria und Buenos Aires spielen, wie auch die erotischen Storys in »Verführungen«, »Augenblicke« und Begehren … Am besten mal auf unserer Website schnuppern gehen und in die Leseproben eintauchen. Bücher, die exklusiv als E-Books lieferbar sind, finden sich unter E-BOOKS gleich hier auf der Startseite.
Wir wünschen allen einen wunderbar erholsamen und vergnüglichen Urlaub! Und wir selbst bereiten unterdessen (mit kleinen Auszeiten am Badesee) die nächsten beiden Neuerscheinungen vor – nachdem wir dieses Wochenende beim Berliner Dyke March waren!

Besucht uns auf dem Lesbischwulen Stadtfest!

Am kommenden Wochenende, 21./22. Juli, sind wir wieder mit einem großen Büchertisch auf dem Lesbischwulen Stadtfest (»Motzstraßenfest«) im Berliner Nollendorfkiez und freuen uns auf Euren Besuch! Es ist immer eine prima Gelegenheit, miteinander zu reden – über Bücher, die Ihr gelesen habt, die Ihr lesen möchtet … Wir hören gern Eure Meinung, lobende Worte, konstruktive Kritik, erfüllbare Wünsche …
Ihr findet uns ab 11 Uhr in der Kalckreuthstraße auf der rechten Seite, kurz vor der Frauenbühne.

Ahima Beerlage im Aquarium …

Ahima Beerlage liest aus ihrem Buch »Lesbisch. Eine Liebe mit Geschichte«.

Ahima Beerlage liest aus Lesbisch. Eine Liebe mit Geschichte. Eine tolle Buchpremiere im »Aquarium« am Südblock in Berlin-Kreuzberg – das perfekte Ambiente für diese Veranstaltung.

Sie las mit ihrer Freundin Uta Prelle. Und die Stimmung war prima, wie wir sehen.

Ahima Beerlage las gemeinsam mit ihrer langjährigen Freundin Uta Prelle. Toll, der »Stimmen-Wechsel« immer wieder. Und die Stimmung war freudig, wie wir sehen.

Musikalisch eingerahmt wurde die Lesung von der Sängerin Gülin mit zwei Band-Mitgliedern.

Musikalisch eingerahmt wurde die Lesung von der beeindruckenden Sängerin und Songschreiberin Gülin mit zwei Mitgliedern ihrer Band Gülina.

Aufmerksames und sehr interessiertes Publikum im »Aquarium« in Berlin-Kreuzberg.

Das aufmerksame und sehr interessierte Publikum im »Aquarium« fand am Ende viele lobende und dankende Worte für die mutige Autorin dieses sehr persönlichen Buches.

Das war eine rundum wundervolle Veranstaltung, die die Autorin wie die Verlegerinnen beflügelte und auch für die zahlreichen ZuhörerInnen eine Bereicherung war. Wenn Sie gern in das Buch Lesbisch. Eine Liebe mit Geschichte reinschnuppern möchten: Eine Leseprobe finden Sie hier.

Herzlichen Dank noch einmal an alle Mitwirkenden – auch die hinter den Kulissen -, an Aviva-Berlin für das Interview mit Ahima Beerlage und die Veranstaltungshinweise und an die Fotografin für die schönen Bilder dieses Abends (© cb berlin).
Weitere Veranstaltungen sind in Planung …

Für Frauen im besten Alter (also für jede):

Cover von »Wüstenfeuer« - ein Kate-Delafield-Roman von Katherine V. Forrest

Cover von »Wüstenfeuer« – ein Kate-Delafield-Roman von Katherine V. Forrest

»›Wüstenfeuer‹ beschäftigt sich ehrlich und rückhaltlos mit dem Übergang vom Berufsleben in ein Dasein als Rentner_in und gleichzeitig ist es ein aufregender Krimi«, meint die Rezensentin Ahima Beerlage auf www.aviva-berlin.de, und wir freuen uns, dass unsere Entscheidung, die deutsche Ausgabe dieses Buches von Katherine V. Forrest zu veröffentlichen, so schönen Anklang findet.

Die gesamte Besprechung des Romans findet sich auf Aviva-Berlin.de.

Cover von »Seltsamer Wein« – ein Roman von Katherine V. Forrest

Cover von »Seltsamer Wein« – ein Roman von Katherine V. Forrest

Und zu Katherine Forrests Roman »Seltsamer Wein«, der seit einiger Zeit wieder bei uns lieferbar ist, schreiben die österreichischen LAMBDA-Nachrichten: »Es lohnt sich, diesen Klassiker in neuer Übersetzung (wieder) zu entdecken.«

Danke, die Empfehlung freut uns!

Leseort im Grünen …

Leseort im Grünen

Leseort im Grünen

Bis wir wirklich dort draußen sitzen können, wird es wohl noch eine Weile dauern, auch wenn wir zumindest hier in Berlin heute das schönste Wetter haben: blauer Himmel, hie und da ein paar Schäfchenwolken, Sonnenschein vom Feinsten … Aber es ist eisig, und so bleiben wir fürs Erste doch lieber im warmen Büro am Schreibtisch sitzen und sehen zu, dass wir die nächsten Bücher für unsere Leserinnen auf den Weg bringen.
Die letzten beiden Neuerscheinungen sind gut bei Ihnen angekommen: Emma Donoghues Debütroman Als Maria in Dublin die Liebe fand regte einige Leserinnen an, sich auch dem anderen bei uns erschienenen Roman zuzuwenden, sofern sie ihn noch nicht kannten: der wunderschönen transatlantischen Liebesgeschichte  Zarte Landung.
Und Katherine V. Forrest, die Grande Dame der lesbischen Literatur, hat ohnehin ihre Fans. Ihr letzter Roman, Wüstenfeuer – die Fortsetzung der inzwischen 9 Bände umfassenden Geschichte von Kate Delafield, ehemals Cop beim Los Angeles Police Department –, wurde begeistert aufgenommen. Und auf unsere Nachfrage hin denkt die Autorin tatsächlich über Band 10 nach. Wir wären begeistert! Und sind gespannt …
Unterdessen schicken wir in den nächsten Tagen die Anthologie Der Sommer ihres Lebens in die Druckerei – das sind wunderschöne erotische Liebesgeschichten von Jette Löven, einer neuentdeckten Autorin. Das Buch wird Mitte März erscheinen – natürlich wie stets in Print und als E-Book.
Und kaum ist dieses Projekt von unseren Tischen verschwunden, liegen gleich zwei neue Manuskripte von Ahima Beerlage darauf – einer wunderbaren Autorin von hinreißender Präsenz, die vor langer Zeit mit großem Erfolg ihren ersten Roman bei uns veröffentlich hat: Sterne im Bauch. Momentan exklusiv als E-Book zu haben, aber falls die Nachfrage groß genug ist, denken wir gern über einen Nachdruck nach …
Und als nächste Übersetzung in Arbeit ist – einige Fans werden sie kennen – eine neue Folge der Krimi-Reihe von Ian Hamilton mit der Heldin Ava Lee: Der schottische Banker von Surabaya … Wir sind gespannt, wie Ava Lee bei Ihnen ankommen wird. Wir lieben sie!
Und damit gehen wir nun in die Kaffeepause …

Herzlich grüßen die Verlegerinnen
Andrea Krug und Dagmar Schadenberg

Wir eilen auf die Feiertage zu …

Cover von Emma Donoghues Romanen »Zarte Landung« und »Als Maria in Dublin die Liebe fand«

Cover von Emma Donoghues Romanen »Zarte Landung« und »Als Maria in Dublin die Liebe fand«

… aber dann schalten wir einen Gang runter und lassen das Jahr beschaulich ausklingen. Für uns die schönste Zeit des Jahres – Zeit für Müßiggang. Und Zeit zum Lesen. Lesestoff haben wir genug, denn auch in anderen Verlagen erscheinen wunderbare Bücher, die endlich zu Tee, Lebkuchen und Zimtsternen gelesen werden wollen.
Falls Ihnen jedoch noch Lektüre fehlt – für Sie selbst oder zum Verschenken –, empfehlen wir Ihnen Emma Donoghues druckfrischen Roman Als Maria in Dublin die Liebe fand – ein Buch, das bereits einmal veröffentlicht wurde, dann aber lange vergriffen war. Erzählt wird darin die Geschichte von Maria, die zum Studieren nach Dublin geht und in die WG von Jael und Ruth einzieht. Maria braucht eine Weile, ehe sie begreift, dass ihre beiden Mitbewohnerinnen ein Paar sind … Ein bezaubernder Roman von Emma Donoghue, deren wunderschöne transatlantische Liebesgeschichte  Zarte Landung bereits viele Leserinnen begeistert hat.

Gern möchten wir auch noch einmal auf die Highlights der letzten Monate verweisen:
•  Clare Ashtons fesselnden Debütroman Rückkehr ins Leben – eine feinsinnige, gleichwohl dramatische Story, die an der rauen Küste Cornwalls spielt
•  Katherine V. Forrests Wüstenfeuer – die Fortsetzung der Geschichte von Kate Delafield, Cop in Rente, die sich nun mit völlig neuen Herausforderungen konfrontiert sieht.
•  Claudia Breitsprechers einfühlsam erzählten Roman Hinter dem Schein die Wahrheit, in dem ein unfreiwilliges Coming-out alte Freundschaften auf die Probe stellt und vielerlei Gefühlsturbulenzen auslöst.

Stöbern Sie auf unserer Website, tauchen Sie in die Leseproben ein … und vielleicht mögen Sie das eine oder andere Buch oder E-Book bestellen. Das würde uns freuen!

Wir wünschen Ihnen ein friedlich-frohes Fest und einen guten Start in das neue Jahr!

Mit herzlichen Grüßen
Andrea Krug und Dagmar Schadenberg

Leslie Feinberg zur Erinnerung

Am 15. November 2014, drei Jahre ist das also mittlerweile schon her, da starb Leslie Feinberg – vielen bekannt als Autor/in des bahnbrechenden Romans Stone Butch Blues – Träume in den erwachenden Morgen.

Leslie Feinberg

Leslie Feinberg

Die Berliner L-Mag bat mich, zu diesem Anlass etwas zu schreiben. Das habe ich getan. Zur Erinnerung an Leslie hier noch einmal meine damaligen Gedanken:

Es passte gar nicht. Ich war im ersehnten Urlaub im sonnigen Nicaragua, meistens offline und in beschauliches Nichtstun vertieft, als mich die traurige Nachricht vom Tod Leslie Feinbergs erreichte. Andererseits passte es sehr gut: Ich hatte Muße – ich konnte meiner Betroffenheit nachspüren und meinen vielschichtigen Erinnerungen an Leslie Feinberg nachsinnen: an unsere Begegnungen hier in Berlin, an ihre Auftritte im Kreuzberger Club SO36 und in der Akademie der Künste 1997, an unseren Spaziergang am Landwehrkanal entlang durch den Tiergarten, bei dem sie von ihrer Suche nach ihren jüdischen Wurzeln erzählte und von ihrer Beschäftigung mit Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, an ihre Lesereise, bei der sie u.a. in Hamburg, Frankfurt, Leipzig, Kiel und Köln ein großes Publikum begeisterte.

Ich merke, ich schreibe von Leslie Feinberg in der weiblichen Form, was auf meine tiefverwurzelte Gewohnheit verweist, obwohl ich doch weiß, dass Leslie ein Mensch zwischen den herkömmlichen Geschlechterkategorien war: der erste Mensch, der mir – und vielen anderen vielerorts – das Thema Transgender nahegebracht hat – auch im Alltagsleben: Welche der beiden Toiletten benutzt eine Transgender? Aus der Damentoilette in der Akademie der Künste wurde Leslie Feinberg mit groben Worten hinausgewiesen. Sie konnte sich nur falsch entscheiden – in ihren Augen wie in denen der anderen. Doch auch ein Transgender-Mensch in Anzug und Krawatte kann einen Körper haben, der vor einem Auftritt unverhofft zu bluten beginnt und auf seine biologische Weiblichkeit verweist.

Bevor ich Leslie Feinberg begegnete, las ich ihr Buch Stone Butch Blues, das meine Freundin Birgit aus den USA mitgebracht und mir dringend und hartnäckig ans Herz gelegt hatte. Ich mochte es zunächst nicht aufschlagen, ich scheute zurück vor dem amerikanischen Buchcover mit dem traurigen Gesicht und dem schwermütigen Titel. Ich reichte es weiter an meine Verlagskollegin Dagmar Schadenberg. Die es verschlang. Und tief berührt war. Als ich es dann endlich las, erging es mir ebenso. Nach der Lektüre war uns beiden klar: Wir müssen dieses Buch auf Deutsch herausbringen. Ein Mammutprojekt für einen kleinen Verlag. Als Titel kamen wir auf Träume in den erwachenden Morgen – so eine hoffnungsvolle Formulierung am Ende des autobiografisch geprägten Romans –, denn der Begriff Butch oder gar Stone Butch war hierzulande zu der Zeit nicht geläufig. Später, bei einer der zahlreichen Nachauflagen, änderten wir das, und heute ist das Buch unter dem Originaltitel Stone Butch Blues lieferbar und steht in fast jedem LGBT*-Bücherregal. Ein Klassiker, der von der Suche nach einer Identität jenseits starrer Geschlechterkategorien im Spannungsfeld der Butch-Femme-Kultur der sechziger Jahre erzählt, von Stonewall, Gewerkschaftskämpfen und der neuen Frauenbewegung und der damit Geschichte lebendig macht. Ein Roman, der die Kategorie Geschlecht in Frage stellt und neu verhandelt, ein literarisches Pendant zu den theoretischen Texten der Genderforschung einer Judith Butler.

Cover zu »Stone Butch Blues« - der Stonewall-Roman von Leslie Feinberg

Cover zu »Stone Butch Blues« – der Stonewall-Roman von Leslie Feinberg

Erzählt wird von Jess Goldberg, die in den Sechzigern in Buffalo, N.Y. aufwächst, wo Frauen laut Gesetz mindestens drei weibliche Kleidungsstücke tragen müssen, um als solche erkennbar zu sein. Jess erlebt schon als Kind, was es bedeutet, klassischen Rollenerwartungen nicht zu entsprechen: Die Frage, ob sie ein Junge oder ein Mädchen ist, stellt sich immer wieder. Jess selbst identifiziert sich später als Butch, als „stone he-she“, und damit gehören Ausgrenzung und Anfeindung bis hin zu (sexueller) Gewalt zu ihrem Alltag. Böse Erfahrungen, schmerzvolle Erfahrungen. Später in New York wird Jess Teil einer Gemeinschaft von Lesben und Schwulen, von Butches und Femmes, Huren und Drag Kings und Queens, die den brutalen Übergriffen der Polizei ausgeliefert sind und sich schließlich vor dem Stonewall Inn dagegen zur Wehr setzen. Das wird sehr eindinglich, sehr authentisch erzählt und ist keine leichte Lektüre. Aber lohnenswert allemal. Und letztlich bleibt stets die Hoffnung. Jess verliert nie ihren Stolz, ihren (Überlebens) Mut, ihre Fähigkeit zu lieben. Sie ist eine begnadete Romantikerin. So beginnt der Roman rückblickend mit einem Liebesbrief an eine Theresa, die ich als Leserin zu gern gewesen wäre. Sehr berührend, sehr bezaubernd. Und schon hat eine/n das Buch gefesselt – so wie die/der Autor/in, die über Charisma und große Herzenswärme verfügte. Feinberg selbst hat sich als „anti-racist white, working-class, secular Jewish, transgender, lesbian, female, revolutionary communist“ bezeichnet – das lässt sich in ihren zahlreichen Artikeln und Blog-Beiträgen nachverfolgen –, mir wird sie jedoch vor allem als liebenswürdiger Mensch, als engagierte Visionärin und als mutiger Kämpfer für eine nicht nur in Sachen Gender gerechtere Welt in Erinnerung bleiben, als ein Mensch, der mich tief beeindruckt hat.
Leslie Feinberg war dabei, eine Jubiläumsausgabe von Stone Butch Blues vorzubereiten, als sie am 15. November nach jahrzehntelanger Krankheit im Alter von 65 Jahren zu Hause in Syracruse, N.Y., im Beisein ihrer langjährigen Gefährtin, der Dichterin und Aktivistin Minnie Bruce Pratt, starb.

Andrea Krug

Das Buch:
Leslie Feinberg
Stone Butch Blues – Träume in den erwachenden Morgen
Roman
Aus dem amerikanischen Englisch von Claudia Brusdeylins
480 Seiten, broschiert, ISBN 978-3-960041-35-0, 16.90 €
Verlag Krug & Schadenberg
-> Leseprobe

 

Eine Zensur findet statt …

… Aber nicht mit uns. Wir haben unsere Teilnahme an der diesjährigen Buchmesse »Queeres Verlegen« am 18. November in Berlin deshalb abgesagt und werden auch keine Lesung mit Claudia Breitsprecher dort veranstalten. Anlass dafür ist der Ausschluss des Buches »Beißreflexe« von unseren KollegInnen des Querverlags. Sehr schade. Wir hatten gehofft, dass die Buchmesse ein Ort sein würde, an dem ein vielfältiges Spektrum an lesbischer, feministischer, queerer Literatur präsentiert wird – durchaus auch mit kontroversen Positionen – und an dem das Publikum stöbern und sich selbst ein Urteil bilden darf.

Näheres dazu findet sich im Statement der geschätzten Kollegin Ilona Bubeck vom Querverlag, das in der Siegessäule nachzulesen ist. Das Organisationsteam der Queeren Buchmesse hat sich bis heute nicht zu einem öffentlichen Statement entschließen können.

 

 

»Dorfsaga« heißt es in der L-Mag …

… über den neuen Roman von Claudia Breitsprecher, »Hinter dem Schein die Wahrheit«. Erst war ich irritiert, denn »Dorfsaga« klingt ein bisschen altmodisch, und das ist das Buch keineswegs. Dann aber merkte ich, wie ich mich innerlich mit dem Begriff anfreundete, denn in meiner langen Leseerfahrung verknüpfe ich mit »Saga« doch auch ein sehr wohliges Gefühl: nämlich sich behaglich zurückzulehnen, ein Buch aufzuschlagen, in die Lektüre einzutauchen und damit in eine völlig andere Welt abzutauchen. Wunderbar! Und genau das Richtige für Herbstabende, an denen es viel zu früh dunkel wird.

Cover von »Hinter dem Schein die Wahrheit« - ein Roman von Claudia Breitsprecher

Cover von »Hinter dem Schein die Wahrheit« – ein Roman von Claudia Breitsprecher

Was die L-Mag, konkret die Rezensentin Sabine Mahler, über Breitsprechers Roman noch zu sagen hat, klingt so: »…der Autorin gelingt es, das vermeintliche Dorfidyll mit all seinen engen Grenzen, dem Fußballverein, dem Gasthof zum Hirschen sowie dem Frisörladen als Umschlagplatz für Neuigkeiten und Gerüchte beeindruckend authentisch darzustellen, ohne dabei in Klischees abzudriften. (…) Die Charaktere sind so gezeichnet, dass man jede ihrer (Fehl-) Entscheidungen nachvollziehen kann, mit ihnen leidet und mit ihnen darum kämpft, doch noch den richtigen Platz im Leben (…) zu finden.« Ja, so ist es.

Weitere Meinungen?

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Alles ist gut!

Heute. Gestern hingegen … Es gibt Tage, an denen frau besser daheimgeblieben wäre. Gestern zum Beispiel. Es ging um »Wüstenfeuer«, den neuen Roman von Katherine V. Forrest. Bei der Herstellung des E-Books tauchten ein paar kleine Probleme auf. Nicht weiter schlimm. Sie wurden gelöst. Bis auf eines. Das wurde mit jeder Rücksprache zwischen uns und dem E-Book-Hersteller größer und verworrener, gelangte gar zu Loriot-Reife – finde ich heute. Gestern verging mir das Lachen irgendwann. Ich war schließlich komplett konfus – es ging um unser Verlagslogo, um Schriften, die vielleicht böse geklaut oder brav gekauft waren, um juristische Konsequenzen, die drohten, falls … Und nicht dass ich nicht noch andere dringende Dinge zu tun gehabt hätte … Nach einer stärkenden Mittagspause mit reichlich Koffein und Kalorien ging ich die Sache von Grund auf neu an. Motto: Freundlich zu den Menschen, beharrlich in der Sache. Und siehe da: Das Problem löste sich in Wohlgefallen auf. Beim Herstellungsprozess hatte jemand oberschlau um drei Ecken mitdenken wollen. Löblich. Ging aber schief. Gründlich. Nun denn … Seit heute ist das E-Book von »Wüstenfeuer« zum Download bereit!

Cover von »Wüstenfeuer« - ein Kate-Delafield-Roman von Katherine V. Forrest

Cover von »Wüstenfeuer« – ein Kate-Delafield-Roman von Katherine V. Forrest

Der gestrige Trouble um »Wüstenfeuer« und seine Heldin Kate Delafield fand seine Fortsetzung jedoch bei der Printausgabe. Die wurde wie gewohnt pünktlich von der Druckerei angeliefert. Wir öffneten die Kisten. Die Bücher sehen toll aus! Buntes leuchtendes Cover, Innenteil prima gedruckt, schönes Papier. Aber dann: die Beilage. Wir wollten ein wenig Werbung machen für Claudia Breitsprechers Roman »Hinter dem Schein die Wahrheit«. Den Flyer, der eingelegt werden sollte, hatten wir flugs produziert und an die Buchdruckerei zum Beilegen geschickt. Im Buch liegt nun jedoch ein Werbezettel mit Ankündigungen für eine »Summer School«. Der Sommer ist aber leider schon vorbei, und jene Seminare sind morgen auch zu Ende. Die große Frage lautet: Wie konnte das passieren? Unsere Beilage haben wir hier im Büro selbst verpackt, säuberlich mit Verwendungszweck adressiert und dem Paketdienst übergegeben. Der hat das 14-Kilo-Trumm nachweislich an die Druckerei geliefert. Dort ist der Lieferschein auch angekommen. Und diverse Pakete. Darin befanden sich die »Summer School«-Werbezettel. Von unserer Beilage bisher in der gesamten Druckerei keine Spur …
Ein Fall für Kate Delafield? Es bleibt spannend.

Fortsetzung folgt …

 

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