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Leslie Feinberg zur Erinnerung

Am 15. November 2014, drei Jahre ist das also mittlerweile schon her, da starb Leslie Feinberg – vielen bekannt als Autor/in des bahnbrechenden Romans Stone Butch Blues – Träume in den erwachenden Morgen.

Leslie Feinberg

Leslie Feinberg

Die Berliner L-Mag bat mich, zu diesem Anlass etwas zu schreiben. Das habe ich getan. Zur Erinnerung an Leslie hier noch einmal meine damaligen Gedanken:

Es passte gar nicht. Ich war im ersehnten Urlaub im sonnigen Nicaragua, meistens offline und in beschauliches Nichtstun vertieft, als mich die traurige Nachricht vom Tod Leslie Feinbergs erreichte. Andererseits passte es sehr gut: Ich hatte Muße – ich konnte meiner Betroffenheit nachspüren und meinen vielschichtigen Erinnerungen an Leslie Feinberg nachsinnen: an unsere Begegnungen hier in Berlin, an ihre Auftritte im Kreuzberger Club SO36 und in der Akademie der Künste 1997, an unseren Spaziergang am Landwehrkanal entlang durch den Tiergarten, bei dem sie von ihrer Suche nach ihren jüdischen Wurzeln erzählte und von ihrer Beschäftigung mit Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, an ihre Lesereise, bei der sie u.a. in Hamburg, Frankfurt, Leipzig, Kiel und Köln ein großes Publikum begeisterte.

Ich merke, ich schreibe von Leslie Feinberg in der weiblichen Form, was auf meine tiefverwurzelte Gewohnheit verweist, obwohl ich doch weiß, dass Leslie ein Mensch zwischen den herkömmlichen Geschlechterkategorien war: der erste Mensch, der mir – und vielen anderen vielerorts – das Thema Transgender nahegebracht hat – auch im Alltagsleben: Welche der beiden Toiletten benutzt eine Transgender? Aus der Damentoilette in der Akademie der Künste wurde Leslie Feinberg mit groben Worten hinausgewiesen. Sie konnte sich nur falsch entscheiden – in ihren Augen wie in denen der anderen. Doch auch ein Transgender-Mensch in Anzug und Krawatte kann einen Körper haben, der vor einem Auftritt unverhofft zu bluten beginnt und auf seine biologische Weiblichkeit verweist.

Bevor ich Leslie Feinberg begegnete, las ich ihr Buch Stone Butch Blues, das meine Freundin Birgit aus den USA mitgebracht und mir dringend und hartnäckig ans Herz gelegt hatte. Ich mochte es zunächst nicht aufschlagen, ich scheute zurück vor dem amerikanischen Buchcover mit dem traurigen Gesicht und dem schwermütigen Titel. Ich reichte es weiter an meine Verlagskollegin Dagmar Schadenberg. Die es verschlang. Und tief berührt war. Als ich es dann endlich las, erging es mir ebenso. Nach der Lektüre war uns beiden klar: Wir müssen dieses Buch auf Deutsch herausbringen. Ein Mammutprojekt für einen kleinen Verlag. Als Titel kamen wir auf Träume in den erwachenden Morgen – so eine hoffnungsvolle Formulierung am Ende des autobiografisch geprägten Romans –, denn der Begriff Butch oder gar Stone Butch war hierzulande zu der Zeit nicht geläufig. Später, bei einer der zahlreichen Nachauflagen, änderten wir das, und heute ist das Buch unter dem Originaltitel Stone Butch Blues lieferbar und steht in fast jedem LGBT*-Bücherregal. Ein Klassiker, der von der Suche nach einer Identität jenseits starrer Geschlechterkategorien im Spannungsfeld der Butch-Femme-Kultur der sechziger Jahre erzählt, von Stonewall, Gewerkschaftskämpfen und der neuen Frauenbewegung und der damit Geschichte lebendig macht. Ein Roman, der die Kategorie Geschlecht in Frage stellt und neu verhandelt, ein literarisches Pendant zu den theoretischen Texten der Genderforschung einer Judith Butler.

Cover zu »Stone Butch Blues« - der Stonewall-Roman von Leslie Feinberg

Cover zu »Stone Butch Blues« – der Stonewall-Roman von Leslie Feinberg

Erzählt wird von Jess Goldberg, die in den Sechzigern in Buffalo, N.Y. aufwächst, wo Frauen laut Gesetz mindestens drei weibliche Kleidungsstücke tragen müssen, um als solche erkennbar zu sein. Jess erlebt schon als Kind, was es bedeutet, klassischen Rollenerwartungen nicht zu entsprechen: Die Frage, ob sie ein Junge oder ein Mädchen ist, stellt sich immer wieder. Jess selbst identifiziert sich später als Butch, als „stone he-she“, und damit gehören Ausgrenzung und Anfeindung bis hin zu (sexueller) Gewalt zu ihrem Alltag. Böse Erfahrungen, schmerzvolle Erfahrungen. Später in New York wird Jess Teil einer Gemeinschaft von Lesben und Schwulen, von Butches und Femmes, Huren und Drag Kings und Queens, die den brutalen Übergriffen der Polizei ausgeliefert sind und sich schließlich vor dem Stonewall Inn dagegen zur Wehr setzen. Das wird sehr eindinglich, sehr authentisch erzählt und ist keine leichte Lektüre. Aber lohnenswert allemal. Und letztlich bleibt stets die Hoffnung. Jess verliert nie ihren Stolz, ihren (Überlebens) Mut, ihre Fähigkeit zu lieben. Sie ist eine begnadete Romantikerin. So beginnt der Roman rückblickend mit einem Liebesbrief an eine Theresa, die ich als Leserin zu gern gewesen wäre. Sehr berührend, sehr bezaubernd. Und schon hat eine/n das Buch gefesselt – so wie die/der Autor/in, die über Charisma und große Herzenswärme verfügte. Feinberg selbst hat sich als „anti-racist white, working-class, secular Jewish, transgender, lesbian, female, revolutionary communist“ bezeichnet – das lässt sich in ihren zahlreichen Artikeln und Blog-Beiträgen nachverfolgen –, mir wird sie jedoch vor allem als liebenswürdiger Mensch, als engagierte Visionärin und als mutiger Kämpfer für eine nicht nur in Sachen Gender gerechtere Welt in Erinnerung bleiben, als ein Mensch, der mich tief beeindruckt hat.
Leslie Feinberg war dabei, eine Jubiläumsausgabe von Stone Butch Blues vorzubereiten, als sie am 15. November nach jahrzehntelanger Krankheit im Alter von 65 Jahren zu Hause in Syracruse, N.Y., im Beisein ihrer langjährigen Gefährtin, der Dichterin und Aktivistin Minnie Bruce Pratt, starb.

Andrea Krug

Das Buch:
Leslie Feinberg
Stone Butch Blues – Träume in den erwachenden Morgen
Roman
Aus dem amerikanischen Englisch von Claudia Brusdeylins
480 Seiten, broschiert, ISBN 978-3-960041-35-0, 16.90 €
Verlag Krug & Schadenberg
-> Leseprobe

 

Eine Zensur findet statt …

… Aber nicht mit uns. Wir haben unsere Teilnahme an der diesjährigen Buchmesse »Queeres Verlegen« am 18. November in Berlin deshalb abgesagt und werden auch keine Lesung mit Claudia Breitsprecher dort veranstalten. Anlass dafür ist der Ausschluss des Buches »Beißreflexe« von unseren KollegInnen des Querverlags. Sehr schade. Wir hatten gehofft, dass die Buchmesse ein Ort sein würde, an dem ein vielfältiges Spektrum an lesbischer, feministischer, queerer Literatur präsentiert wird – durchaus auch mit kontroversen Positionen – und an dem das Publikum stöbern und sich selbst ein Urteil bilden darf.

Näheres dazu findet sich im Statement der geschätzten Kollegin Ilona Bubeck vom Querverlag, das in der Siegessäule nachzulesen ist. Das Organisationsteam der Queeren Buchmesse hat sich bis heute nicht zu einem öffentlichen Statement entschließen können.

 

 

»Dorfsaga« heißt es in der L-Mag …

… über den neuen Roman von Claudia Breitsprecher, »Hinter dem Schein die Wahrheit«. Erst war ich irritiert, denn »Dorfsaga« klingt ein bisschen altmodisch, und das ist das Buch keineswegs. Dann aber merkte ich, wie ich mich innerlich mit dem Begriff anfreundete, denn in meiner langen Leseerfahrung verknüpfe ich mit »Saga« doch auch ein sehr wohliges Gefühl: nämlich sich behaglich zurückzulehnen, ein Buch aufzuschlagen, in die Lektüre einzutauchen und damit in eine völlig andere Welt abzutauchen. Wunderbar! Und genau das Richtige für Herbstabende, an denen es viel zu früh dunkel wird.

Cover von »Hinter dem Schein die Wahrheit« - ein Roman von Claudia Breitsprecher

Cover von »Hinter dem Schein die Wahrheit« – ein Roman von Claudia Breitsprecher

Was die L-Mag, konkret die Rezensentin Sabine Mahler, über Breitsprechers Roman noch zu sagen hat, klingt so: »…der Autorin gelingt es, das vermeintliche Dorfidyll mit all seinen engen Grenzen, dem Fußballverein, dem Gasthof zum Hirschen sowie dem Frisörladen als Umschlagplatz für Neuigkeiten und Gerüchte beeindruckend authentisch darzustellen, ohne dabei in Klischees abzudriften. (…) Die Charaktere sind so gezeichnet, dass man jede ihrer (Fehl-) Entscheidungen nachvollziehen kann, mit ihnen leidet und mit ihnen darum kämpft, doch noch den richtigen Platz im Leben (…) zu finden.« Ja, so ist es.

Weitere Meinungen?

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Alles ist gut!

Heute. Gestern hingegen … Es gibt Tage, an denen frau besser daheimgeblieben wäre. Gestern zum Beispiel. Es ging um »Wüstenfeuer«, den neuen Roman von Katherine V. Forrest. Bei der Herstellung des E-Books tauchten ein paar kleine Probleme auf. Nicht weiter schlimm. Sie wurden gelöst. Bis auf eines. Das wurde mit jeder Rücksprache zwischen uns und dem E-Book-Hersteller größer und verworrener, gelangte gar zu Loriot-Reife – finde ich heute. Gestern verging mir das Lachen irgendwann. Ich war schließlich komplett konfus – es ging um unser Verlagslogo, um Schriften, die vielleicht böse geklaut oder brav gekauft waren, um juristische Konsequenzen, die drohten, falls … Und nicht dass ich nicht noch andere dringende Dinge zu tun gehabt hätte … Nach einer stärkenden Mittagspause mit reichlich Koffein und Kalorien ging ich die Sache von Grund auf neu an. Motto: Freundlich zu den Menschen, beharrlich in der Sache. Und siehe da: Das Problem löste sich in Wohlgefallen auf. Beim Herstellungsprozess hatte jemand oberschlau um drei Ecken mitdenken wollen. Löblich. Ging aber schief. Gründlich. Nun denn … Seit heute ist das E-Book von »Wüstenfeuer« zum Download bereit!

Cover von »Wüstenfeuer« - ein Kate-Delafield-Roman von Katherine V. Forrest

Cover von »Wüstenfeuer« – ein Kate-Delafield-Roman von Katherine V. Forrest

Der gestrige Trouble um »Wüstenfeuer« und seine Heldin Kate Delafield fand seine Fortsetzung jedoch bei der Printausgabe. Die wurde wie gewohnt pünktlich von der Druckerei angeliefert. Wir öffneten die Kisten. Die Bücher sehen toll aus! Buntes leuchtendes Cover, Innenteil prima gedruckt, schönes Papier. Aber dann: die Beilage. Wir wollten ein wenig Werbung machen für Claudia Breitsprechers Roman »Hinter dem Schein die Wahrheit«. Den Flyer, der eingelegt werden sollte, hatten wir flugs produziert und an die Buchdruckerei zum Beilegen geschickt. Im Buch liegt nun jedoch ein Werbezettel mit Ankündigungen für eine »Summer School«. Der Sommer ist aber leider schon vorbei, und jene Seminare sind morgen auch zu Ende. Die große Frage lautet: Wie konnte das passieren? Unsere Beilage haben wir hier im Büro selbst verpackt, säuberlich mit Verwendungszweck adressiert und dem Paketdienst übergegeben. Der hat das 14-Kilo-Trumm nachweislich an die Druckerei geliefert. Dort ist der Lieferschein auch angekommen. Und diverse Pakete. Darin befanden sich die »Summer School«-Werbezettel. Von unserer Beilage bisher in der gesamten Druckerei keine Spur …
Ein Fall für Kate Delafield? Es bleibt spannend.

Fortsetzung folgt …

 

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Gelesen: »Die Muschelöffnerin« von Sarah Waters

Cover von »Die Muschelöffnerin« - ein Roman von Sarah Waters

Cover von »Die Muschelöffnerin« – ein Roman von Sarah Waters

»Die Muschelöffnerin ist also ein atmosphärisch dichter Roman mit gut und differenziert gezeichneten Figuren, der einen beim Lesen leicht in Bann schlägt.«
So das Fazit eines Lesers, der sich ausführlich Gedanken über ihre Lektüre macht. Die komplette, sehr detaillierte Besprechung dieses Romans von Sarah Waters lässt sich hier in diesem Blog nachlesen: aus.gelesen 

Mir persönlich gefällt Saras Waters’ späterer Roman Solange du lügst allerdings noch besser  – er ist raffinierter geschrieben und nimmt zwischendurch geradezu atemberaubende Wendungen. Und – ich muss es zugeben, ich mag durchaus Heldinnen, die auch mal die eine oder andere Gemeinheit begehen. (-> Leseprobe)

Cover von »Solange du lügst« - ein Roman von Sarah Waters

Cover von »Solange du lügst« – ein Roman von Sarah Waters

Beim Stichwort Gemeinheit kommt mir sofort eine weitere Dame in den Sinn: Sor Juana.

Cover von »Sor Juanas zweiter Traum« - ein Roman von Alicia Gaspar de Alba

Cover von »Sor Juanas zweiter Traum« – ein Roman von Alicia Gaspar de Alba

Sor Juana ist die mexikanische Nonne und Dichterin, die als junge Frau ins Kloster ging, weil es zu ihrer Zeit die einzige Möglichkeit war, den Frauen vorgezeichneten Weg zu Heirat und Mutterschaft (und Entmündigung) nicht einzuschlagen. Im Kloster kann Juana ihren Neigungen nachgehen: Sie kann lesen, sich bilden und allerlei naturkundliche Studien betreiben. Sie ist klug und hochbegabt – das müssen sogar die damaligen Gelehrten ihr widerwillig zugestehen. Sonderlich fromm hingegen ist sie nicht – sie ist zu mancher Gemeinheit, manchem Winkelzug fähig und keineswegs stets sympathisch. Aber dann wiederum gewinnt sie mein Herz: Sor Juana ist weltlichen Gefühlen und Gelüsten nämlich nicht abgeneigt: Sie verehrt und liebt die neuspanische Vizekönigin. Und sie ist eine frühe Feministin: Sie beharrt darauf, auch als Frau ihren Geist kultivieren und schreiben zu dürfen. Sie hat Erfolg als Autorin – als Verfasserin religiöser wie weltlicher Texte. Doch das ist ihren Glaubensschwestern wie den Kirchenvätern ein Dorn im Auge. Missgunst wird gesät, Intrigen werden gesponnen. Mann muss sie Demut lehren … Die Autorin Alicia Gaspar de Alba hat mit Sor Juanas zweiter Traum einen faszinierenden historischen Roman über die Sappho Mexikos verfasst, der langandauerndes Lesevergnügen garantiert. -> Leseprobe 
(Momentan gibt es nur noch wenige Restexemplare, aber als E-Book ist das Buch lieferbar.)

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Urlaub!

»Aaaah, das war ein Urlaubslesegenuss! Spannend und bewegend. Lob für die Übersetzung und auch die wunderschöne Umschlaggestaltung!«

Cover des Romans »Rückkehr ins Leben« von Clare Ashton

Cover des Romans »Rückkehr ins Leben« von Clare Ashton

Diese tolle Rückmeldung einer Leserin erreichte uns zu Clare Ashtons Cornwall-Roman »Rückkehr ins Leben«. Falls also eine Leserin noch Urlaubslektüre sucht – gern gleich bestellen. Wir liefern fix.
Der Roman ist natürlich auch als E-Book zum sofortigen Download verfügbar.

 

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Karin Kallmaker – die »Queen of Lesbian Romance« …

 

Karin Kallmaker, die »Queen of Lesbian Romance«

Karin Kallmaker, die »Queen of Lesbian Romance«

… hat mittlerweile sieben Romane bei uns veröffentlicht. Und nun sind diese auch allesamt wieder lieferbar.
Nachgedruckt haben wir: Unvergessen und Ins Licht der Liebe und Es begann mit einem Kuss.
»Unvergessen« war der erste von uns verlegte Roman von Karin Kallmaker überhaupt. Wir haben lange hin und her überlegt, ob wir das Wagnis eingehen sollten. Die Übersetzungskosten waren beträchlich, die Druckrechnung hoch – und würden unsere Leserinnen diese Art von Unterhaltungsliteratur überhaupt mögen? Wir freuen uns bis heute, dass wir es gewagt haben – und der Erfolg uns bestätigt. Danke!
»Unvergessen« ist ein klassischer lesbischer Liebesroman mit viel Romantik und Leidenschaft, aktuell wie eh und je. Okay, Handys gab’s damals noch nicht. Aber dass eine in der Jugend unerfüllt gebliebene Liebe sich viele Jahre später doch noch aufs Schönste entfaltet, soll auch heute noch vorkommen. Und Jazz, die Musik, mit der die Heldin Erfolge feiert, ist ja absolut zeitlos.
Mit »Ins Licht der Liebe« folgte dann ein Coming-out-Roman, in dem ausgerechnet ein Fall von Mobbing alles ins Rollen bringt – die Solidarität der Heldin mit der gemobbten Kollegin kostet sie ihren Job. Und ihren wenig sympathischen Freund. Klar, wie es endet, aber der Weg dorthin ist voller Hürden und spannend zu verfolgen. Immer wieder schön, ein Happy-End zu genießen.
In »Es begann mit einem Kuss« nimmt Karin Kallmaker sich dann ein ganz anderes Setting vor: ein Teil der Handlung spielt in einem Frauenhaus. Auch das – Gewalt gegen Frauen – ist eine Problematik, die bis heute leider nichts von ihrer Brisanz verloren hat. Im Aufgreifen von Themen, die uns beschäftigen – wie beispielsweise Alter/n oder Körperbilder, mütterliche Einflüsterungen oder gesellschaftliche Erwartungen –, und deren Einbettung in eine fesselnde Lovestory erweist sich Karin Kallmaker als Meisterin. Und in diesem Sinne empfehle ich auch meine beiden besonderen Lieblinge: Dein Herz sei mein – der wohl selbstironischste und vielleicht autobiografischste aller ihrer bisherigen Romane – und den neuesten: Und auf einmal ist es Liebe, in dem sich alles ums Theater und ums Kochen und Essen dreht – sehr unterhaltsam und sehr lecker. Einfach mal reinschnuppern bei den Leseproben …

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»Die Wahrheit ist wohl das stärkste Aphrodisiakum, das es gibt.«

Soeben sind drei neue E-Books rund um lesbisches Leben und Lieben bei Krug & Schadenberg erschienen:

Nr. 3: »Die Farben der Lust – Sex in lesbischen Liebesbeziehungen« von Renate Stendhal:

Macht Lust zum Ausprobieren – anregende Lektüre für Paare in Langzeitbeziehungen!

»Herrlich unkompliziert, bewegend und berührend!«
www.gaypeople.de

Cover von »Die Farben der Lust - Sex in lesbischen Liebesbeziehungen« von Renate Stendhal

Cover von »Die Farben der Lust – Sex in lesbischen Liebesbeziehungen« von Renate Stendhal

Frisch verliebt. Wir schweben im siebten Himmel. Die Hormone spielen irdisch verrückt. Unser Sexleben ist aufregend und voller Leidenschaft, unser Begehren endlos. Doch nach einiger Zeit flaut die Lust ab, Frust macht sich bereit – trotz aller Liebe. Schließen Leidenschaft und intime Nähe sich zwangsläufig aus?
Wenn wir als Paar zusammenbleiben, uns jedoch nicht mit einem sexlosen Liebesleben arrangieren möchten, muss sich etwas ändern. Aber wie? Renate Stendhal geht dieser Frage nach und stellt fest: »Die Wahrheit ist wohl das stärkste Aphrodisiakum, das es gibt.« Indem wir ehrlich zueinander sind und uns die Wahrheit sagen, indem wir Kontrolle aufgeben und damit etwas Riskantes, Wagemutiges tun, können wir unser erotisches Feuer neu entfachen. In »Die Farben der Lust« begleiten wir die Autorin und weitere Frauen auf ihrem Weg zu neu entflammender Leidenschaftlichkeit und finden Inspiration für unser eigenes Liebesleben.

 

 

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»Eigentlich liebe ich sie alle!« – Lesben und ihre Ex-Geliebten

Soeben sind drei neue E-Books rund um lesbisches Leben und Lieben bei Krug & Schadenberg erschienen:

Nr. 2: »Auf ewig war ich Dein – Lesben und ihre Ex-Geliebten« von Silke Buttgereit:

Das Buch über die Spätfolgen lesbischer Liebesbeziehungen!

»So manches Aha-Erlebnis ist garantiert! Also: Selbst lesen und an alle Ex-Geliebten verschenken!«
Bochumer Fraueninfo

Cover von »Auf ewig war ich Dein - Lesben und ihre Ex-Geliebten« von Silke Buttgereit

Cover von »Auf ewig war ich Dein – Lesben und ihre Ex-Geliebten« von Silke Buttgereit

»Ein ganzes Buch über Lesben und ihre Ex-Geliebten? Ich hatte zunächst Zweifel, ob das Phänomen der vergangenen Lieben wirklich ein Buch füllen könnte. Was sollte das sein? Ein Abgesang auf die Liebe, der davon erzählt, dass Lesben sich nicht richtig trennen können?

Ein kurzer Blick in meinen Bekanntenkreis hat mich vom Sinn dieses Buches überzeugt: Die Ex ist aus dem lesbischen Leben und Lieben nicht wegzudenken, und die Beziehungen, die Frauen zu ihren Ex-Geliebten haben, sind oft so verbindlich, dass sie nicht als kleine persönliche Schrulle abgetan werden können. Offensichtlich haben viele Lesben ein Lebensmodell entwickelt, in dem neben der vielbeschworenen seriellen Monogamie nicht nur Freundinnen, sondern auch Ex-Geliebte ihren Platz haben. Das ist mehr als chronische Abschlußschwäche im Trennungsprozess – das scheint Konzept und soziale Kultur zu sein.

Drei Fragen ziehen sich daher als roter Faden durch dieses Buch: Was ist es, das zwei Frauen verbindet, die erst die Liebe und dann das Drama einer Trennung miteinander durchlebt haben? Wie sehen die Beziehungen aus, die Lesben zu ihren Ex-Geliebten hegen und pflegen? Gibt es ein soziales Lebens- und Beziehungsmodell, das in der sehr lebendigen Ex-Kultur von Lesben sichtbar wird?«

 

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Lesben und Alter? So geht Älterwerden …

Soeben sind drei neue E-Books rund um lesbisches Leben und Lieben bei Krug & Schadenberg erschienen:

Nr. 1: »Faltenweise – Lesben und Alter« von Traude Bührmann:

»Dieses rundum gelungene Buch stellt nicht nur mutige Frauen vor, sondern macht selbst Mut und zeigt: Alter muss keineswegs Verzicht oder Resignation bedeuten, sondern kann auch Chancen und Aufbrüche eröffnen, auch wenn der Umgang mit dem alternden Körper behutsamer sein muss.«
Gudrun Hauer, »WeiberDiwan«

Cover von »Faltenweise - Lesben und Alter« von Traude Bührmann

Cover von »Faltenweise – Lesben und Alter« von Traude Bührmann

»Wenn du Glück hast, kannst du dich mit 90 noch verlieben.« – Trotz fliegender Hitze erforschen sie die Vulkanlandschaft Hawaiis, erkunden Kleopatras Ägypten und streifen in Cowboystiefeln durch den Grand Canyon. Sie lernen im Rentenalter Klavierspielen, besuchen Philosophievorlesungen und unterweisen Lesben im Paartantra und Clowntheater. Sie wollen auch künftig das weite Feld der Sexualität erforschen und gedenken durchaus, sich mit 90 noch zu verlieben. Sie nehmen sich Zeit und tun, was sie wollen. Heiter und gelassen. »Falten? Große Trauertage hab ich deswegen nicht eingelegt.« Traude Bührmann hat acht lesbische Frauen zwischen 48 und 81 Jahren zu ihren Erfahrungen mit dem Älterwerden befragt und porträtiert.

»Das ist das schönste Buch über ältere Frauen, das ich bisher gelesen habe.«
H.R., Lesbenarchiv Spinnboden Berlin

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