Emma Donoghue

Als Maria in Dublin die Liebe fand

 16,90

Soeben erschienen!
Maria, siebzehn Jahre jung und voller Neugier auf
das Leben, kommt nach Dublin, um zu studieren. Sie meldet sich auf eine Anzeige, in der eine WG-Mitbewohnerin gesucht wird. Nach einem skurrilen Bewerbungsgespräch zieht Maria bei Ruth und Jael ein. Die feinfühlige Feministin Ruth und die abgeklärte, leicht zynische Jael, beide einige Jahre älter, beeindrucken Maria und machen es ihr leicht, in Dublin anzukommen. Erst allmählich begreift Maria, dass die beiden Frauen ein Liebespaar sind …
Emma Donoghues Debütroman ist damit endlich wieder zu haben!

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Roman Aus dem Englischen von Gabriele Weber-Jaric 320 Seiten, broschiert,  16,90 ISBN: 0793959170116 E-BOOK Kategorie: Schlüsselworte: , , , ,

Product Description

Leseprobe aus Als Maria in Dublin die Liebe fand:

Als Maria sich den letzten Bissen  in den Mund geschoben hatte, prahlte Jael gerade mit ihrer zwanzig Jahre langen Erfahrung in Sachen gute Weine.
»Demnach hat man dir schon als Baby Wein eingeflößt«, sagte Maria.
Jael machte große Augen und wandte sich an Ruth. »Soll das etwa heißen, dass du sie nicht gewarnt hast?«
Ruth starrte mit abwesendem Blick auf den Kühlschrank. »Ich wusste, dass ich die Bohnenkeimlinge vergessen würde. Entschuldigung, vor was gewarnt?«
»Davor, dass wir alte Schachteln sind. Die von der üblen Sorte, die sich unter dem Euphemismus ›reife Studentinnen‹ verbergen.« Jael hob eine ihrer Locken hoch und deutete auf unsichtbare Krähenfüße um ihre Augen herum. »Deine entzückende Gastgeberin dort ist vierundzwanzig, und ich bin neunundzwanzig, auch wenn es mir schwerfällt, das zuzugeben.«
»Das kann doch wohl nicht sein.« Marias Augen wanderten von einer zur anderen. Sie trank noch einen Schluck Wein. »Keine von euch beiden sieht danach aus. Das heißt, du siehst nicht gerade jung aus, aber auch nicht wie fast schon dreißig.«
Jael stieß ein gackerndes Gelächter aus, wobei sie den letzten Pilz auf einer Gabel voll Broccoli balancierte. »Ich bewahre mir mein jugendliches Aussehen, indem ich nachts das Blut jungfräulicher Erstsemesterinnen trinke.«
Ruth griff an Jael vorbei nach dem Wein. »Wenn ihre Haare nicht rot wären, sähe man das Grau viel deutlicher. Und dann solltest du erst mal die Zellulitis an ihren Hüften sehen.«
Jael machte ein wütendes Gesicht und schnipste eine Erbse nach ihr. Ruth flüchtete zum Abwaschbecken und ließ den Wasserkessel volllaufen.
»Und was ist mit dir?«
Maria zuckte zusammen. »Was möchtest du wissen?«
»Na, das Übliche«, sagte Jael, zog den ausgefransten bunten Pullover über den Kopf und warf ihn beiseite, wobei sie das Sofa knapp verfehlte. »Geburtsort, Studienfächer, Lebensdaten, schlechte Angewohnheiten, Ansichten über die Bedeutung des Lebens.«
Maria überlegte kurz. »Ich lasse mich nicht gerne ausfragen«, sagte sie und lächelte ein wenig, um die Worte abzuschwächen.
War das Respekt in Jaels verschmitzten blauen Augen, oder wirkte sie eher amüsiert?
»Aber wie sollen wir denn dann herausfinden«, meinte Jael, »ob du die notwendigen Voraussetzungen für eine gute Mitbewohnerin mitbringst?«

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