Sarah Sajetti

Chiara, Simona und die anderen

 10,00

Turbulent, spannend, romantisch, witzig – eine atmos­phärisch dichte Schilderung der Mailänder Lesbenszene, die an L-Word erinnert.
Chiara, eine junge Mailänder Lesbe, schlägt sich mit zahlreichen Jobs und noch mehr Affären durchs Leben. Eines Abends kommt in der Bar die Idee auf, einen Film über ihr turbulentes Liebesleben zu drehen. Das Projekt gewinnt trotz vieler Hindernisse Gestalt, der erste Drehtag steht an. Doch die Hauptdarstellerin erscheint nicht am Set. Ist sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen?

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Roman Aus dem Italienischen von Julika Brandestini 256 Seiten, broschiert,  10,00 ISBN: 978-3-930041-87-9 E-BOOK Kategorie:

Product Description

Wie gesagt, die Grundidee unseres Films ist einfach: Wir erzählen die Geschichte meines Lebens. Die letztlich ähnlich ist wie die Geschichte aller, die ich kenne, nur dass bei ihnen irgendwann das Unglück seine Fänge lockert und alles gut ausgeht.
In meinem Leben öffnet sich jedes Mal, wenn sich ein Happy End am Horizont abzeichnet, eine Falltür unter meinen Füßen, und während ich falle, erhasche ich einen Blick auf meine Partnerin, die die Gelegenheit nutzt, sich mit einer anderen davonzumachen. Um zu überleben, habe ich gelernt, mein Herz von meinem Magen und Gehirn abzukoppeln – aber erst nachdem ich von Katia, dann von Carmen, Annalisa und Pia verlassen worden war. Ab Patrizia habe ich aufgehört zu glauben, dass die Liebe eine menschliche Regung ist und beschlossen, sie für Einbildung zu halten – ein Produkt der Fantasie, die nur auf dem Papier und auf dem Bildschirm Realität wird, aber niemals im wahren Leben.
Absicht unseres Films jedenfalls ist es, zum Lachen zu bringen: Wir wollen, dass es eine brillante Komödie wird, eine kleine Reise durch das lesbische Universum, durch verschiedenste Neurosen, Kommunikationsprobleme, den Hang zur Verstellung, ständige Betrügereien, Verführung um der Verführung willen und einen andauernden und absoluten Willen, sich ausschließlich um die eigene Achse zu drehen. Nicht unbedingt politisch korrekt, aber gewürzt mit einer ordentlichen Prise Selbstironie –
»Joint?«
Simonas Frage reißt mich aus dem unkontrollierbaren Sog von Erinnerungen und Gedanken und holt mich brüsk in die Realität zurück.