KG MacGregor

Liebe in Sicht

 10,00

Eine Kreuzfahrt in die Karibik …
Die Emerald Duchess sticht in See und nimmt Kurs auf Puerto Rico, die Bahamas, die Jungferninseln … Unter den Passagieren an Bord eine Clique von Freundinnen, die dem eisigen Winter in Rochester, N.Y., entfliehen wollen.
Kelly Ridenour ist neu in der Gruppe. Und teilt ihre Kabine mit Natalie Chatham – die ihrer Traumfrau gefährlich nahe kommt. Natalie jedoch hat nur eines im Sinn: Sie will Didi Caviness, ihre Ex (und langjährige Geschäftspartnerin), zurückgewinnen …

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Roman Aus dem amerikanischen Englisch von Andrea Krug 304 Seiten, broschiert,  10,00 ISBN: 978-3-930041-84-8 E-BOOK Kategorie: Schlüsselwort:

Product Description

Natalie runzelte die Stirn, als sie an Didis und Pamelas Kabine vorbeikam. Mehr als tausend Kabinen auf diesem Dampfer, und sie musste die Kabine gleich nebenan haben.
Ihre Stimmung hob sich, als sie die Kabine betrat. Die Innenausstattung bot einen gelungenen Balanceakt zwischen Zweckmäßigkeit und Komfort und erzeugte ein heiteres Ambiente. Natalie durchquerte den Raum, öffnete die Glasschiebetür und trat auf den Balkon hinaus, der einen großzügigen Blick auf die hochaufragenden Hotels von Miami Beach erlaubte.
»Großartig, nicht?« Links von ihr standen Didi und Pamela an der Reling. Nostalgie überkam sie, während sie stumm nickte. Obwohl sie Didi und Pamela schon oft zusammen gesehen hatte, war sie eifersüchtiger denn je, denn für die beiden war die Reise eine romantische Auszeit, während sie selbst überzählig war. Steph hatte zwar versprochen, ihr Gesellschaft zu leisten, aber mit der besten Freundin abzuhängen war etwas anderes als mit einer Geliebten den Mond über karibischen Gewässern zu betrachten.
Sie schüttelte den Gedanken ab und kehrte in die Kabine zurück. Ihr Blick fiel auf die Uhr, die auf der Frisierkommode lag. Das hieß wohl, dass ihre Kabinengenossin schon hiergewesen war.
Sie öffnete den Schrank und musterte den dunklen Anzug, die weißen Hemden, die schwarzen Anzugschuhe und die Sneaker. Keine Röcke, keine Kleider. Keine Pumps. Keine leuchtendbunten Hawaiihemden. »Na super. Eine Leichenbestatterin als Kabinengenossin.«
Natalie konnte dem Drang nicht widerstehen. Sie zog die Schubladen auf: Cargo-Shorts, noch mehr Hemden, Tank Tops in verschiedenen Farben, Boxer-Shorts. Nicht sehr abwechslungsreich, überhaupt kein Flair.
Es klopfte an der Tür.
Es war Steph. »Gefällt dir deine Kabine?«
»Prima. Wo seid ihr?«
»Eine Etage tiefer. Ohne Balkon.«
»Ihr könnt jederzeit unseren benutzen, wenn es euch nichts ausmacht, dass Pamela und Diva gleich nebenan wohnen.«
»Du meinst Didi.«
»Sag ich doch.«
Steph lachte. »Vielleicht funkt es ja zwischen dir und deiner Kabinengenossin – dann könnt ihr die beiden die ganze Nacht mit eurem Gestöhne wachhalten.«
Natalie öffnete die Schranktür, um Steph die schlichte Kleidung zu zeigen. »Ich glaube kaum. Irgendwas sagt mir, dass sie nicht mein Typ ist.«
»So würde Yvonnes Kleiderschrank auch aussehen, wenn ich ihr nicht die Sachen kaufen würde, in denen ich sie sehen möchte.« Steph schloss den Schrank. »Lass uns nach oben gehen. Wir treffen die anderen auf dem Pooldeck zu einem Drink. Zeit, die Party in Gang zu bringen.«
»Du hast vollkommen recht«, erwiderte Natalie mit wachsender Entschlossenheit. Sie schickte sich an zu gehen, wandte sich dann aber noch einmal um, nahm ihre Uhr ab und legte sie neben die andere auf die Frisierkommode.