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Astrid Wenke

Windmühlen auf dem Wedding

 10,00

Von Rentieren und Rieselfeldern, queerem Tango und der Liebe in Zeiten der Gentrifizierung …
Sybilla Kischotta, zumeist als Stadtbilderklärerin unterwegs, sehnt sich nach  Geborgenheit und hat sich schon vor langer Zeit in den Kopf gesetzt, diese im  Berliner Arbeiterbezirk Wedding zu finden. Dort wohnt auch ihre lang verflossene Liebe Karin mit der gemeinsamen Tochter Rosa. Doch der Wedding verändert sich …

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Roman 304 Seiten, Klappenbroschur,  10,00 ISBN: 978-3-930041-94-7 E-BOOK Kategorie: Schlüsselworte: ,

Product Description

Die Wedding-Führung endete mit dem Verweis auf die Suche nach dem verlorenen Glück als Möglichkeit, dort einzukehren. Der Kuchen, überhaupt das Essen dort, sei sehr zu empfehlen. Sybilla nahm freundlich Applaus und Trinkgelder entgegen. Amalia verabschiedete sich als Letzte.
»Das war eine aufschlussreiche Tour«, sagte sie und drängte nach Zugang zu Sybillas Augen, den diese notgedrungen gewährte. Sie fühle sich bereichert.
»Ich bin noch einige Tage in Berlin und werde in Zukunft öfter hier sein, auf dem Wedding. Falls Sie Zeit haben – ich kenne noch niemanden hier. Heute Abend hatte ich vor, im Spettmanns zu essen.«
»Im Spettmanns! Nein, danke!« Sybilla bemerkte ihre Entgleisung und riss sich zusammen. »Ich wollte sagen, es tut mir leid …« Sie warf einen Blick auf Rosa. »Wir beide gehen heute Abend ins Kino.«
»Oh, schön!«, freute sich Rosa.
Amalia lachte, was die Kischotta wider Willen für sie einnahm. »Dann vielleicht morgen Mittag?«
»Na ja«, druckste Sybilla, »wenn es nicht das Spettmanns sein muss. Es gibt ein kleines polnisches Restaurant in der Nähe …«
»Gern!« Amalia hielt der Kischotta die Hand hin, die diese, überrumpelt von ihrer Zusage zum gemeinsamen Essen, übersah. »Bis morgen«, sagte Amalia schließlich, sie freue sich. Amalia hatte ihnen längst den Rücken gekehrt, doch Sybilla stand immer noch wie begossen herum, während Rosa friedlich wartete, dass sie nach Hause gehen würden. »Eigentlich hatte ich nicht vor, mit der essen zu gehen.«
»Ach, wieso denn«, meinte Rosa. »Ich fand sie ganz nett. Ist ein bisschen reich natürlich.«
Wie Rosa das sagte, klang es wie ›ein bisschen doof, natürlich‹ und die Kischotta musste über sich selber lachen. »Manchmal kann ich ziemlich engherzig sein.«