Susana Guzner

Unberechenbare Geometrie der Liebe

 19,90

Die Liebe mit all ihren Freuden wie Schattenseiten: Auf dem Flughafen von Rom lernt Maria, die sich für ver­nünftig und pragmatisch hält, die geheimnis­volle Eva kennen, deren Vergan­genheit im Dunkeln liegt. Maria verliebt sich unsterblich, und beide stürzen sich Hals über Kopf in eine Liebesgeschichte mit ungewissem Ausgang …

»Die Lektüre dieses Romans ist so packend und mitreißend wie eine Wildwasserfahrt!«
Rosa Montero

»Unberechenbare Geometrie der Liebe ist ein spannender, intelligenter, erotischer und scharfsinniger Roman, der von der Liebesgeschichte zwischen Maria und Eva erzählt, aber auch von ihren Zerwürfnissen und Ängsten, ihrem Zaudern und nicht zuletzt von ihrem Mut.«
Cristina Peri Rossi

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Roman Aus dem Spanischen von Sonja Fink 384 Seiten, gebunden,  19,90 ISBN: 978-3-891370-40-7 E-Book Kategorie: Schlüsselworte: , ,

Product Description

Leseprobe aus Unberechenbare Geometrie der Liebe:

»Lass uns schnell bestellen«, sagte sie, ohne den Blick von der Speisekarte zu lösen. »Ich sterbe vor Hunger.«
»Ja, lass uns schnell bestellen – ich sterbe vor Liebe«, hörte ich mich antworten, während mein Gegenüber die Karte zuklappte und sie nonchalant auf den Tisch warf.
Kaum ausgesprochen, trafen mich meine eigenen Worte wie ein Blitz, und ich erstarrte. Wie konnte ich mich nur so versprechen?! Es wollte mir einfach nicht in den Kopf, das ich so etwas gerade zu einer völlig Fremden gesagt hatte. Was war nur in mich gefahren?
Natürlich hatte nicht ich selbst den Mund aufgemacht, jedenfalls nicht mein Verstand, was auf das Gleiche hinausläuft, sondern ein verborgener, dunkler Teil meines Selbst. ›Bitte, bitte – bestimmt habe ich nur ganz leise geflüstert‹, flehte ich inbrünstig und wagte nicht, den Blick zu heben. Ja, genau, nur ein unhörbares Murmeln, das Eva überhaupt nicht bemerkt hatte.
So fing alles an.
Aus dem Nichts überfiel mich die unbarmherzige Intensität meiner Gefühle. Dank dieses unkontrollierten Ausbruchs kamen die widersprüchlichen Emotionen ans Licht.
Das, was ich fühlte, war Liebe, Punktum. Warum leugnete ich es und suchte nach Ausflüchten? Ich erkannte das Gefühl wieder, dieses gebieterische, gierige, anarchische Gefühl, das mich von mir selbst entfernte, diesen Wunsch, mich mit einer anderen Frau zu vereinen, dieses tiefe Bedürfnis, ein ›Wir‹ zu erschaffen, das über das reine ›Ich und Du‹ hinausgeht.
Seit wann spürte ich, dass ich sie liebte? Seit einem Augenblick? Seit meiner Geburt? Seit drei Stunden, drei Jahren, drei Leben?
Den genauen Moment zu bestimmen, in dem die Liebe plötzlich da ist, ist nahezu unmöglich, jedenfalls für mich. Mir was es noch nie gelungen, diesen mysteriösen Vorgang zu ergründen: Mit einem Mal liegt die durchlässige Grenze der Sympathie und des Interesses hinter dir, und du befindest dich unverhofft auf dem schlüpfrigen Terrain der Liebe …