Astrid Wenke

Eine Milliarde für Süderlenau

 10,00

Katharina, Silvia, Amalia – und der Besuch der alten Dame …
Steinreich kehrt Margot Krause in hohem Alter in ihren Heimatort zurück. Mit einem Angebot an die Stadt, die sie viele Jahre zuvor verlassen hatte: eine Milliarde für Süderlenau, um jeder Einwohnerin, jedem Einwohner fünf Jahre lang ein Grundeinkom­men von 1000 Euro zu finanzieren. Und schon steht die beschauliche Kleinstadt Kopf …
Selbst Katharina, die  eigenbrötlerische Musiklehre­rin, die sich nichts  sehnlicher wünscht als Ruhe und Muße zum Komponieren, gerät in  gefühlsmäßige Ver­wirrung. Es gilt, ihre besondere Beziehung zu Margot Krause zu klären und den Mut zu finden, der klugen und bezaubernden Amalia ihr Herz zu öffnen …

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Roman 208 Seiten, Klappenbroschur,  10,00 ISBN: 978-3-930041-89-3 E-BOOK Kategorie: Schlüsselworte: ,

Product Description

Als ich nach Hause kam, fühlte ich mich ausgelaugt. Doch kaum trat ich in die ersehnte Stille meiner Wohnung, schlug mir die Einsamkeit entgegen. Zum Glück hatte ich noch immer den Rhythmus im Ohr, das half. Ich dachte an Amalia.
Es war schön gewesen, Amalia lachen zu hören. Ich überlegte, welche Noten ich für ihr Lachen wählen könnte. Das tiefe Lachen im ruhigen Rhythmus des Herzens. Den Herzschlag würde ich über mein Musikstück legen, das ohne mein Zutun in meinem Inneren weiter wuchs und sich formte. Ich griff mir einige Blätter Noten­papier und legte los.
Es war das Telefon, das alles zerstörte. Ich hätte es längst abgeschafft, wäre da nicht die trügerische Hoffnung gewesen, die Liebe könnte mich anrufen wollen. Die Liebe hätte eine tiefe, ruhige Stimme und viel Stille. Ich sagte mir, dass Amalia geeignet wäre, die Rolle der Liebe zu spielen. Die real existierende Stimme am Telefon war eindeutig fehlbesetzt. Es war Heidrun. Heidrun hatte die große Liebe längst gefunden, sogar geheiratet. Sie liebte Hilmar, meinen Bruder.
»Hallo, Heidrun«, sagte ich. Ich bereute meine Trägheit, die mich seit Jahren davon ab­hielt, mir zumindest ein moderneres Gerät anzuschaffen, mit Display, auf dem die Nummern der Anrufenden erschienen. Da hätte ich gar nicht erst abgenommen …