Es gibt keine Menschen im Paradies

Ich sehe sie vor mir, meine Mutter. Ich sehe sie, als wäre ich schon da, wie sie einer Königin gleich hinter diesem Bauch herläuft, der vor ihr die Türen erreicht. Sie wird einen Jungen bekommen. Der Joseph heißen wird, wie sein Großvater. Und das ist tatsächlich mein Name.
»Schon allein wie du mich getreten hast«, wird sie mir noch zwanzig Jahre später erzählen. »Allein diese furchtbaren Tritte, da gab's keinen Zweifel …«
Und meine Mutter zweifelt nicht, bahnt sich mit dem Bug einen Weg durch die überfüllten Busse, um Babywäsche in allen Schattierungen von Himmelblau einzukaufen.
Als ich auf die Welt kommen sollte, wird erzählt, habe ich gezögert getrödelt mich geziert – Jungen, so heißt es unter Frauen, trennen sich sehr schwer von ihren Müttern. Am Ende wurde man nervös. Es wurde gedrückt gestoßen geächzt, mein Vater wurde von der ganzen Nachbarschaft abgelöst, und ich – ich klammerte mich fest, man könnte glauben, dass es wirklich böse Vorahnungen gibt, aber die anderen waren stärker als ich, und schließlich haben sie mich ausgetrieben.
Es war an der Zeit, alle hatten die Schnauze voll, angefangen mit mir: Das habe ich mit so kräftigem Gebrüll kundgetan, dass meine Mutter wusste, sie hatte wieder einmal recht gehabt ... Erleichtert schloss sie vor Glück die Augen.
Hinterher ist es natürlich schwer, sich mit dem Gegenteil abzufinden.
»Bist du sicher?«
Mein Vater, den man in der Zwischenzeit hatte ohrfeigen müssen, um ihn am Umkippen zu hindern, und dann aus Platzgründen hinter der Tür abgestellt hatte, trieb die Gewissenhaftigkeit so weit, dass er es noch mal überprüfte.
»Ja, ja, ich bin sicher: ein schönes kleines Mädchen! Schau …«

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